Reisevorbereitungen

Der Abflug rückt näher.

Und dass die Vorbereitungen so zeitaufwendig sind – hätte ich nicht gedacht:

Vom Wohnungsstreichen, Ausräumen und Vermieten über An- und Ummelden von administrativen Papieren, Bestellen von Bankkarten, Versicherungen und Checken der Onlinebanking-Seiten sowie der Organisation des Reiseverlaufs und der Reiseadressen vor Ort bis hin zum Probepacken mit Hilfe erfahrerner Reisefreundinnen und dem zeitaufwendigen Updaten des Computers … etc.

Seit Monaten ist daraus ein Pflichtritual geworden – fast wie Zähneputzen.

Während das Packen noch als herausfordernde sportliche Disziplin angesehen werden kann, ob man sich dem „Reduce to the Max“ soweit anzunähern vermag – stellt insbesondere der Computer als flexible Kommunikationszentrale mit all seinen diversen Informationskanälen, Passwörtern und Layoutvarianten eine grössere Nerven- und auch Zeitverschlingenende Komponente dar.

Diesen digitalen Ballast hatten frühere Reisende nicht. Etwa als man offline unterwegs war mit Analogkamera und einigen teuer erstandenen Kodak-Filmen, als jeder Reiseschritt ohne das www geplant werden musste und man sich vor Ort versuchte durchzuschlagen und die Rucksäcke oft viele Kilometer durch die Gegend geschleppt werden mussten, bis endlich eine Herberge für die Nacht gefunden war. Eine Zeit ohne schnelle WhatsApp an Freunde oder Familie, keine Mitteilungen an den Rest der Welt durch Twitter, Facebook, kein cooles Foody-Foto für die Instagram-Community und erst Recht kein digitales Nomaden-Leben in hippen Cafés.

Leider gibt es keine Angaben über die Anzahl derer die mittlerweile als Globetrotter unterwegs sind.

Sicher ist jedoch, dass sich die Welt nicht klimaneutral umrunden lässt.

So soll, wer den konventionellen Weg mit dem Flugzeug wählt, pro 100 Kilometer etwa 30 Kilogramm CO2 verursachen. Bei einer Reise von 40.000 Kilometern (in etwa der Länge des Äquators) entstehen etwa 12.000 Kilogramm CO2. Um diese Menge zu binden, bräuchte ein Baum 5,5 Jahre. Das klimaverträgliche Jahresbudget eines Menschen liegt zwischen 1.800 und 2.700 Kilogramm CO2, wenn der Temperaturanstieg begrenzt werden soll.

 

 

 

 

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