The Poppy day – Knitting for the soldiers

Diesen Sonntag, am 11.11. um 11.00 Uhr findet die Schweigeminute zum „Remembrance Day“ statt.

„The Guns fell silent 100 years ago. On the eleventh hour of the eleventh day of the eleventh month, signalling war’s end. Take a minute to remember those men and women who have served and sacrificed, then and now.“

In solch pathetischen Worten wird der Remembrance Day auf Flyern angekündigt – und einige Tage vor dem Ereignis nimmt die Anzahl der an das Rever gehefteten Mohnblumen im Stadtbild drastisch zu.

Worum es bei dem Ereignis geht erklärt mir der ältere Mann, der als Freiwilliger im Anzug, diese Blumen in einfacher Stoffvariante für 2 Dollar oder in einer ausgefalleneren selbstgestrickten Version für 10 Dollar verkauft.

Der Gedenktag sei nach dem ersten Weltkrieg entstanden – als aus Hingabe für das „Mutterland“ England jeder fünfte Australier in den Krieg gezogen sei – die Mohnblume oder „poppie“ sei als erste blühende Blume nach Beendigung der letzten Schlacht zum Symbol für das Andenken an das Blutvergiessen geworden. Und seitdem würde der Gedenktag an alle Wehrdienstleistenden jährlich begangen. Das Geld, das durch den Verkauf der Mohnblumen erwirtschaftet würde, käme den Ex-Soldaten und ihren Familien in kleinen Hilfeleistungen zu gute – so der Poppie-Verkäufer: „Wenn ein Kühlschrank kaputt ist, eine helfende Hand gebraucht wird, ein Transport zum Supermarkt oder Krankenhaus erfordert ist..“

Auch wenn der Wehrdienst in Australien heute freiwillig ist – scheint die Bereitschaft diese „nationale Diensleistung“ zumindest zu honorieren ungebrochen – so wurde in Vorbereitung auf den „Remembrance Day“ von Freiwilligen rund 5.000 Mohnblumen gestrickt, eben jene die zum Verkauf stehen und die als „Flowers of War“ den gewaltigen „Shrine of Remembrance“ zieren.

Auffallend ist, dass beim „Remembrance Day“, der in allen englischsprachigen Lädern begangen wird, es keine Infragestellung des Wehrdienstes oder der eigenen Politik gibt. Auch die Forderung nach Frieden scheint keine Rolle zu spielen, sondern eher das Opfer für die nationale Sache gefeiert wird.

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