Grow, Gather and Share

„Expressions of heritage and culture through our gardens and kitchens“, so der Untertitel der neuen kleinen Ausstellung „Grow Gaher und Share“, die im Immigration Museum in Melbourne diese Woche eröffnet wurde. Die Ausstellung – konzipiert von der jungen Kuratorin Amanda Thompson und eigentlich nur aus einigen Plakaten mit Einzelgeschichten bestehend – wurde aus der Idee heraus geboren die Vielfalt der Lebensläufe der Immigranten zu zeigen, und wie diese mit Pflanzen, Rezepten und gärtnerischem Wissen verknüpft sind.

Das Zuhause oder die Gemeinschaftsgärten waren/ sind auch immer Orte, an denen Traditionen aus dem Ursprungsland fortgeführt werden – so der Anbau von nicht autochtonen Pflanzen, das Benutzen von heimischem Saatgut, das die Immigranten z.T. in ihre Jacken nähten, um es nach Australien zu schmuggeln (Australien hat diesbezüglich sehr strenge Vorschriften). Einen Garten anzubauen wird zudem auch immer mit Verwurzelung verknüpft oder der Möglichkeit Kontakte zu knüpfen durch Gemeinschaftsarbeit und Gemüseaustausch.

Erzählt wird etwa die Geschichte von Bruce Pascoe, australischer Ureinwohner und Autor des Bestsellers „Dark Emu“. Seine Mutter und Grossmutter seien besessen gewesen vom Gärtnern – irgendwann hätten sie ihre Leidenschaft auch auf Pascoe übertragen. Die Geschichte des Anbaus seines Volkes ausserhalb des Begriffs des Bush-Tuckers (Buschessen) und des Sammler- und Jägerbegriffs seien ihm als Aboriginal in der Schulei nie beigebracht worden, meint Pasco in dem Beitrag. Erst später durch die Veröffentlichung seiner Bücher sei er auf landwirtschaftliche Vorgehensweisen, die es auch bei den Aboriginals gegeben hat, aufmerksam geworden:

„We farmed on fields so wide the explorers couldn’t see neither their beginning nor their end. These crops are perennial.“ Diese seien Grundnahrungsmittel gewesen. Die Unfähigkeit der Europäer diese Bewirtschaftungsform und den damit verbundenen „Landbesitz“ anzuerkennen – stehen am Anfang der Enteignung durch die Europäer. So seien Kulturen – wie der australische Yams oder etwa Kangaroo Grass ideal um den Impakt des Klimawandels zu beschränken, da diese Pflanzen seit tausenden von Jahren angebaut und kein zusätzliches Wasser oder Dünger benötigen.

„It’s important that when Aboriginal foods become successful, I would hope that aboriginal People would be given the lead in production and ownership. You can’t swallow our foods if you cant swallow our history.“, so Bruce Pascoe.

Eine andere eher klassische Geschichte ist die der Familie Bruna and Nelo Basiaco, die 1960 von Kroatien nach Australien eingewandert sind.

„Es sei hart gewesen Familie und alles Vertraute zurückzulassen – was geholfen hat, sei der Anbau von Gemüse, Obst und die traditionellen Gerichte zu kochen.“, meinen die Basiaco’s in ihrer Darstellung. „The food plants we choose to grow and eat are part of who we are.“ Da viele italienische Familien in der Nähe gelebt haben, sei irgendwann die Idee eines Tauschgartens entstanden. Es wurde Gemüse zusammen angebaut und untereinander aufgeteilt.

„It brougt us together sharing stories, recipies and we understood each other about the hardships we faced going here“, heisst es weiter….

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