Versalzung der Landschaft

„Our Lands, Our Waters, Our People. All Living Things are connected. We implore people to respect our Ruwe (Country) as it was created in the Kaldowinyeri (the Creation). We long for sparkling, clean waters, healthy land and people and all living things…„, heisst es im mit der Indigenous-Gemeinschaft vereinbarten „Ngarrindjeri Sea Country Plan“ von 2007.

Dass die Realität längst eine andere ist – und Katastrophen meist Menschengemacht sind – davon zeugt die Gegend um die Stadt Meningie (rund 150 km von Adelaide entfernt) gelegen, die zunehmend am Versalzen ist. Informationsstelen erzählen die Geschichte der Region. So wurde 1966 hier der Coorong Nationalpark gegründet, um die Einzigartigkeit der Region als Watt-Land und Zuhause von mehr als hunderten von Vögeln zu bewahren – wobei der Pelikan als das regionale Symboltier gilt. Und man sieht noch einige von den majestätischen Vögeln, aber man sieht auch die Salzlandschaften – dort wo früher einmal lebendiges Feuchtgebiet war.

Dabei konnten die Ngarrindjeri während tausenden von Jahren gut von der sogenannten Coorong Lagune, ihrer Mündung, der Fauna und Flora an den Flüssen und dem Meer leben. Vögel zogen aus dem Landesinneren an diese Wasserreiche Gegend, um den Hitzewellen in noch trockeneren Landesinneren zu entkommen. Dieses Land jedoch mit seinen Wasserreserven wurde den Ngarrindjeri entzogen: „Farmers and townspeople took up Crown Land.“ Und dann nahm das Unheil seinen Lauf: Europäische Siedler rodeten die Bäume entang des Coorong, Flussarme wurden gestaut und Zuflüsse von Frischwasser wurden trockengelegt: „Over recent decades there have been dramatic chanes to the Coorong. . Estimates are that only 4 % of water flowing through the River Murray reaches the mouth.“ Zudem wurden seit 1839 tausende von Schafen und Kühen nach Meningie getrieben. Die ersten Siedler liessen sich um die Seen nieder – da sie dort frisches Wasser vorfanden: „Within a few decades of settlement , over-use of water across the Murray Bassin threatened Water Quality at Meningie.“

Die ersten Siedler erachteten Schilf und Gräser als ideales Futter für ihr Vieh – und  sie erlaubten deshab ihren Herden entlang vom Wasser zu grasen. Zudem begünstigen seit 1900 lange Trockenzeiten die Versalzung der Frischwasserreserven. „The water weeds instead of being a source of food for the stock is rotting and smells badly..“, so das Fazit der lokalen Bevölkerung.  Das Grass galt damals schon als biologischer Indikator für die Katastrophe, die sich noch zu verschlimmern scheint auch mit dem Andrang zunehmender Touristen.

 

 

 

 

 

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