Australische Riesengespenstschrecke

Sie hat nicht nur einen tollen furchteinflössenden Namen, vor dessen Aussprache man einmal tief Luft genommen haben muss, um ihn zu Ende zu bringen .. die australische Riesengespenstschrecke ist auch ein Wunderwerk der Natur.

Gespenst- und Stabschrecken sowie Wandelnde Blätter bilden zusammengefasst die Insektenordnung der Phasmatodea und werden als Phasmiden bezeichnet. Besonders die Australische Riesengespenstschrecke (Extatosoma tiaratum) erfreut sich dank ihres skurrilen Äußeren schon seit längerer Zeit wachsender Beliebtheit. Die bis zu 14 Zentimeter großen Gespenstschrecken sind dabei harmlos wie Blätter. Und tatsächlich, man verwechselt sie leicht mit welkem Laub. In freier Natur lässt sich die Gespenstschrecke bei Gefahr einfach vom Baum fallen und kann mehrere Stunden völlig reglos auf dem Boden liegen bleiben. Sechs Monate und sieben Häutungen brauchen die Weibchen, um das Erwachsenenstadium zu erreichen. Gespenstschrecken haben eine Lebenserwartung von acht bis zwölf Monaten. Ist kein Männchen in der Nähe, können sich Gespenstschrecken auch durch Jungfernzeugung, die sogenannte Parthenogenese, vermehren.

Zu sehen war das Blattinsekt im South Australian Museum in Adelaide, das eine reiche Sammlung zu Mineralien, Fossilien, den Pazifik-Kulturen, zur Kultur der indigenen Völker Australiens sowie zur lokalen Biodivesität auf 4 Etagen versammelt.

Eine ganze Vitrine war denn auch all jenen Tieren gewidmet, die ausgestorben sind wie etwa, um nur das bekannteste Beispiel zu nennen, der Tasmanische Tiger (weder Hund – noch Tiger, ein Beuteltier wie das Känguruh) der wohl aufgrund des Wettstreits mit importierten Dingoes nicht überlebte. Auch hatten die Tasmanischen Tiger den Ruf als gewitzte Schafsreisser – so dass die Tasmanische Regierung gut bezahlte, um sie zu jagen. Das letzte wilde Tier starb denn auch 1933. Drei Jahre später als das allerletzte Tier in Gefangenschaft verstarb, standen die Tiger – Ironie des Schicksals – endlich unter Artenschutz.

Auch den „spottet-tailed Quoll“ gibt es nicht mehr (siehe rechts).

„Australia has one of the worst mammal extinctions in the world. South Australia has lost one fifth of its land mammal species to extinction since European settlement. For many species we are not sure exactly how this happened, but one thing is fore certain – we human are major culpits! We need to learn from our mistakes,“ heisst es in der Ausstellung.

Und als herausragendende Faktoren für diesen Artenschwund werden Rodungen genannt, die Habitatenzergliederung in schmale Einzelteile (z.B. durch Strassen), zu viel Viehhaltung, Einfuhr von Krankheiten, Raubtieren (Katzen), Unkraut und neuen Pflanzenfressern (z.B. Kaninchen), Bekämpfen von heimischen Arten (Jagd), Verschmutzung, Abändern des kontrollierten Steppenbrands so wie es die Urbevölkerung pflegte…

Aus fünf Kaninchen wurden 5 Millionen…

 

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