Small Things on a big farm

Die beliebtesten Arbeitsschuhe und Made in Australia sind einfache Lederstiefel (z.B. von der Marke „Blundstone“ – in feinerer Ausführung oder gröber für den Aussendienst… Sie sind robust und schnell auszuziehen – jedoch teuer.

Dieser mobile Hühnerstall dient dazu die Hühner auch mal an andere Stellen auf der Plantage zu fahren, wo sie Insekten, Pflanzen fressen und den Boden düngen können.  Schatten finden sie unter dem Wagen. Nachts werden die Hühner dann sicher vor dem Fuchs eingesperrt. Durch die äussere Klappe können de Eier aufgesammelt werden.

Sie sind gut träniert: Bei Hunger können die Hühner sich auf die untere Metallplatte des Kornbehälters stellen wodurch sich der Deckel hebt und die Hühner Zugang zum Futter erhalten. Durch diese Vorrichtung wird verhindert, dass Mäuse sich unerlaubt bedienen.

Ja. Mit erhobenem Haupt stolzieren die Gänse über die ganze Plantage und halten so alle Unkräuter klein, dabei haben die männlichen Gänse ein weisses und die weiblichen ein graues Gefieder. Abstehende Federn sind nicht etwa Ueberbleibsel eines Kampfes – sondern genetische Defekte und können durch Inzucht entstehen. Dies soll natürlich vermieden werden.

Mulchen, mulchen so heisst die Devise auf der Food Forest Farm. Das Bio Stroh ist in grossen Schichten um das Gemüse drappiert und soll nicht nur das Wachsen von Unkräutern verhindern, sondern eben auch den Boden vor zu starker Verdunstung und Erhitzung schützen. Bis zu 30 Grad wärmer kann ein undeckter Boden im Vergleich dazu werden.

Annemarie Brookman baut fast alles ausser Tomaten und Wurzelgemüse an. Ihren Kulturwechsel orientiert sie nicht nur an den Gemüsefamilien. Sie versucht auch immer mehrere Beete nebeneinander zur gleichen Zeit leer zu ernten, damit der Traktor mit Striegelanhänger die Beete für die nächsten Kulturen vorbereiten kann.

Als Bodendüngung dienen ihr Pflanzen, die einfach vor Ort gehechselt werden, wie etwa Brennesseln, die sie bewusst im Frühjahr wachsen lässt… oder wie in diesem Fall Bohnen, die als Mulch liegenbleiben. Der Hechsler der Brookmanns schafft denn auch Aeste mit einem Durchmesser von 5-10 cm Durchmesser zu Holzspähnen zu schreddern was weitere Arbeitsschritte erspart.

Zur Bewässerung benutzt die Farm Tropfschläuche der israelischen Firma „Netafim„. Diese sind recht einfach zu bewegen, sie benötigen keine Haken zur Befestigung und sind alle 15 cm am Hauptverteileranschluss festgemacht. Laut Brookmann haben ihre letzten Bewässerungsschläuche 14 Jahre überdauert. Die Position der Schläuche rsp. deren Numerierung definiert denn auch die einzelnen Pflanzreihen sowie deren Kulturen.

Wird gepflanzt, werden die Neulinge zuerst mit einem Wasserschlauch angegossen: Durch die wiederholte rotierende Bewegung mit dem Wasserstrahl, entsteht eine Wasserkuhle um jede Pflanze herum, so dass sie besser anwachsen können.

Fenchel soll auf der Food Forest Farm in die Blüte gehen dürfen und wird bewusst als Nektarpflanze für Insekten genutzt. Fenchel – wissenschaftlich Foeniculum vulgare – gehört wie Dill oder auch Möhren zur großen Familie der Doldenblütler. Die offen liegenden, kleinen gelben Blüten werden gerne von kurzrüssligen Insekten wie Bienen, Hummeln, Wespen und Fliegen besucht. Während der Gemüsefenchel nur eine Höhe von einem halben Meter erreicht, werden Süß- und Bitterfenchel volle zwei Meter gross.

„Oxalis es caprae“ oder Nickender Sauerklee ist eine Pflanzenart aus der Gattung des Sauerklees (Oxalis). Bei den Brookman’s wird die auch als niedriger Sauerklee bezeichnete Pflanze als dichter, niedriger Bodenbedecker unter den Obstbäumen benutzt, um andere Unkräuter zu verdrängen und den Boden zu bedecken. Mit ihren kleeblattartigen, dreiteilig gefiederten Laubblättern gehört der niedrige Sauerklee zu den mehrjährigen, krautigen Pflanzen. An seinem Ende stehen zwischen 5 und 12 gelbe, nickende Blüten in einer Dolde. In Südafrika, der Heimat des Nickenden Sauerklees, wird daraus eine süßsaure Limonade hergestellt. Die Nachteile dieser Pflanze sind jedoch, dass es sich um eine invasive Art handelt, die sich gerne unkontrolliert ausbreitet. Zudem ist der Nickende Sauerklee leicht giftig. Erwachsene Schafe meiden ihn, aber kleine Lämmchen können sterben, wenn sie zu viel Sauerklee fressen. Entsprechend ist die starke Ausbreitung der Pflanze ein Problem für Hirten (und Botaniker).
Komposttoiletten, als natürliche Wiederverwerter von menschlichen Exkrementen, sind auf der Food Forest Farm selbstverständlich. Nach drei Monaten Zersetzung wird der fertige Kompost zu den Bäumen gegeben. Somit wird auch kein Wasser verschwendet, das in Australien sehr kostbar ist. Nach jedem Toilettengang wird zur Spülung eine Tasse Holzspähne nachgeschüttet.

 

 

 

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