Farmer’s Market

Jeden zweiten Sonntag fahren Graham und Annemarie Brookman mit ihrem Kastenwagen plus Anhänger auf den lokalen „Farmer’s Market“ in Adelaide. Diese Art von Verkaufsmöglichkeit wird zunehmend beliebter in Australien. Der Vorteil für den Kunden liegt darin, dass er Produkte direkt vom Hersteller beziehen kann und als Mitlied des Farmermarktes Preisnachlässe bekommt. Der Vorteil für den Produzenten liegt darin, dass er auf eine treue (und sensibilisierte) Kundschaft zurückgreifen kann. Der Markt in Adelaide kann mittlerweile auf sein 12-jähriges bestehen zurückschauen  und versammelt neben Obst- und Gemüseproduzenten auch Eier-, Honig, Tee, Fleisch oder Fischverkäufer. Die Brookman’s gehören nichtsdestrotz zu den wenig ökologisch zertifizierten Betrieben.

Am Vortag des Marktes wurde denn auch ein letztes Mal geerntet – Aprikosen und Zucchinis sowie Mini-Kürbisse. Auch wurden die Pistazien in 200 und 400 gr Tüten verpackt…

Sonntags morgens gegen 4.15 Uhr ging es dann los Richtung Adelaide. Für ihren Stand haben die Brookman’s ein grosses Zelt vorgesehen, wobei sich die Farben des Standes am schwaz-weiss-Logo orientieren. Nach dem Aufbau des Zeltes wird viel Mühe auf das Herrichten des Standes verwandt, sympathisch sind die Koch-Hinweisschilder für den Kunden: „If you are in a hurry, make a curry“.

Zum Verkauf standen denn auch Lauchstangen, Salat, Mangold, Knoblauch, Zucchinis und viele Kräuter wie Rosemarin, Minze sowie Curry-, Lorbeer- und Kaffir-Limetten-Blätter zur Verfügung. Frische Maulbeeren, Bananen und getrocknete Feigen, Pistazien und Walnüsse sowie den hauseigenen Wein der Brookman’s und ein paar junge Feigenbäume wurden auch verkauft. Hilfreich für den Verkäufer ist denn auch die Waage mit Rechenmodus sowie eine Preis-Multiplikationstabelle auf Papier, durch die viel Zeit gewonnen werden kann. Die Brookman’s leben ihre Philosophie der Nachhaltigkeit denn auch bis zum Schluss: Das was nicht verkauft wurde, wird eingetauscht bei anderen Verkäufern gegen andere Waren wie Brot, Erdbeeren oder sonstiges… Und das, was dann noch übrig bleibt an Obst wird z.B. am nächsten Tag als Marmelade eingekocht oder getrocknet.

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