Get the Gong right…

In Wollongong oder einfach kurz „Gong“ genannt, was in der Sprache der Ursprungsbevölkerung so viel wie „Seas of the South“ bedeutet, fand ich zwischen Weihnachten und Neujahr Unterschlupf bei Freunden, die vor einem Jahr nach Australien gezogen waren. Wollongong ist denn auch rund 70 km westlich von Sydney in der Illawarra-Region gelegen und zählt mit seinen 300.000 Einwohnern zu den grösseren Städten Australiens.

Trotzdem geht es hier recht beschaulich zu und Wollongong ist heute vor allem Einzugsgebiet der umliegenden Region für Badegäste. Mit seinen zwei Leichttürmen (1871 und 1936), seinem beschaulichen Hafen und seinem Rockpool sowie Meeresschwimmbecken kommen die meisten Gäste wegen seinen langen Sandstränden.

„Du bringst mich auf die Palme“ wird hier noch umständlicher, denn Palmen findet man in Wollongong (als Kunstaktion) auf den Laternen.

In Wollongong befindet sich auch der grösste buddhistische Tempel der südlichen Hemisphäre, der Nan Tien Tempel, in dem dieses Jahr das „Jahr des Schweines“ gegangen wurde.

Und an der „University of Wollongong“ gleich neben dem Botanischen Garten, studieren immerhin rund 37.000 Studenten. Gross geworden ist die Region allerdings vor allem durch seine Stahlindustrie…

In 1928 startet die Stahlarbeit in Port Kembla, einige Kilometer südlich von Wollongong, mit der Firma „Hoskins“, die von „Australian Iron & Steel“ übernommen wurde. Neben dem Walzwerk befinden sich hier mittlerweile auch andere Firmen wie Kunstdüngerfirmen, ein Kohle- und Getreide-Exporthafen. So fahren den Hafen von Port Kembla tagtäglich grosse Frachtschiffe an.

Die vom Marinemuseum organisierte temporäre Ausstellung zur Schiffahrt bietet die gute Gelegenheit sich Importe und Exporte in Australien näher anzuschauen. So macht die Seefracht (gegenüber Luftfracht) in Australien rund 99 Prozent des Handels aus. In Australiens Häfen werden pro Jahr rund 7,8 Millionen Schiffscontainer importiert. Es wird davon ausgegangen, dass die Containeranzahl bis 2033 auf 20 Millionen steigen wird…

Seit den 1960ern ist der Wert des australischen Handels von 48 Billion auf 800 Billion Australian Dollars gestiegen – auch heute exportiert Australien v.a seine Rohstoffe und importiert Verareitungserzeugnisse – was vielen Landsleuten grosses Kopfzerbrechen bereitet – da Australien immer weniger Manufakturen besitzt. Die Hälfte von Australiens Exportartikeln sind Mineral- and Kraftstoffe. War in den 60er Jahren noch das Mutterland England der Hauptbezieher der australischen Exportgüter, so ist es heute China sowie andere asiatische Länder. Auch der Import hat sich über die Jahre verändert. Hier hat England und die USA ebenfalls an Power gegenüber Asien sowie der EU verloren.

 

 

In den 60er Jahren waren die Hauptexportgüter Wolle, Getreide, Fleisch, Zucker und Butter. 1963-64 gehörte Australien zu den grössten Wollproduzenten – Wolle zählte 40 Prozent aller Exporteinkommen. Auch heute noch exportiert Australien Premiumwolle. Getreide machte in den 60ern 14,6 Prozent aller Exporte aus. Alleine beim Zucker hat Australien seine Produktionsgrössen beibehalten rsp ausgebaut: So gehört Australien zu den zweit grössten Zuckerexportateuren der Welt, rund 80 Prozent des heimisch produzierten Zuckers v.a. Rohrzucker werden exportiert.

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