Blue Mountains

Die „Blue Mountains“ sind ein Sandstein-Plateau – und mit ihren rund 1.000 Metern eigentlich nicht sehr hoch… Sie sind im australischen Bundesstaat New South Wales gelegen, rund 60 km von Sydney entfernt. Den Namen verdankt die Gebirgskette den ätherischen Oelen der Eukalyptusbäume, die sich in der Hitze in blauen Dunst verwandeln, der sich wie ein Nebel über die Gebirgskette legt.

Seit mindestens 14.000 Jahren wurde das Plateau von Aboriginals besiedelt. Ab 1814 wurde die erste Straße gebaut und die Besiedlung der Blue Mountains durch weisse Siedler begann. Die weitere Erschließung erfolgte mit dem Bau einer Eisenbahnstrecke nach Sydney, mit dieser Verkehrsanbindung begann der Tourismus in den Blue Mountains: Die ersten Luxus-Hotels wurden in den 1880er Jahren erbaut; zahlreiche wohlhabende Bürger bauten Wochenend-Häuser in den Bergen. Gleichzeitig wurden eine ganze Reihe von Wanderwegen eingerichtet. Seit 1900 wurde in den Blue Mountains auch Bergbau betrieben – etwa Kohle – zurzeit sind nur ein halbes dutzend Minen erhalten.

Auch heute noch boomt die Tourismusindustrie in den Blue Mountains, viele bequeme Touristen werden per Bus direkt an den Aussichtspunkten ausgekippt. So etwa in Katoomba, von wo aus gut erschlossene Trekkingwege durch Farnbewachsene Urwälder führen mit vielen kleinen Flüssen, die über Felsen in die Tiefe rieseln. Auf den grösseren Wanderwegen, die fast durch Urwaldmässiges Grün führen, ist der Besucher grösstenteils alleine mit Flora und Fauna.

Die Stadt selbst zehrt noch vom Charme der alten Tage, so als ob sie sich schwer tue im Heute anzukommen: Second-Hand-Läden und verstaubte Boutiken mit antiken Schaufenstern prägen das Stadtbild, dazwischen ein paar nette kleine Cafés und einer Strasse voller Graffities.  Bäckereinen bieten französische Backwaren an, die Bäcker sind jedoch vorwiegend geflüchtete Vietnamesen.

So hat einer dieser Bäcker den Meringuin erfunden – eine nette Kombination aus „Meringue“ und „Pengouin“ ..

Grosse Teile der Blue Mountains wurden im Jahre 2000 v.a. wegen der Artenvielfalt der Eukalyptusbäume zum Weltkulturerbe der Unesco erklärt.

 

Und vielleicht ist denn jetzt auch der Moment gekommen, um dem Eukalyptusbaum oder sogenannten „Gumtree“, wie die Australier ihn nennen, und der sogar seinen eigenen Gedenktag hat (am 23. März), eine kleine Huldigung zu widmen.

Der Begriff Eukalyptus – von „eu-gut“ und „calyptos-bedeckt“ – wurde 1788 geprägt durch den französischen Botanisten Charles Louis L’Héritiert de Brutelle. Bis heute wurden in Australien rund 900 verschiedene Eukalyptusarten identifiziert, nur in den sehr trockenen Regionen Zentralaustraliens kommen sie nicht vor.

Die Bäume unterscheiden sich denn auch insbesondere durch ihre Rinde. Einige Arten haben glatte Baumrinden, die sich nach und nach abschälen, darunter kommt dann oft farbig – rot oder gelb etc.- die neue Rinde zum Vorschein… In Regionen, wo oft Buschfeuer vorkommt, ist die Baumrinde meist sehr dick.

Schon früh wurde die Baumrinde der Gumtrees genutzt etwa von den Aboriginals um damit Bote oder Schilder zu bauen und sie wurden z.T. bemalt.

Die Blätter des Baumes enthalten Eukalyptusöl, der sich im Geruch unterscheidet (Eukalyptus-, Lemon- oder Pefferminzartig). Dieses Oel schuetzt den Baum vor gewissen Insekten. Von ihrer Blattstruktur her kann der Baum viel Fotosynthese betreiben – ist aber gleichzeitig gegen Hitze geschützt. Die Frucht des Eukalyptusbaumes wird umgangssprachlich „Gum-nut“ genannt. Die Nussschale schützt, die Samen vor der Verbrennung.

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