Green Connect: Permakulturgarten mit Immigranten

2013 wurde der 12 acres (rund 5 Hektar) umfassende Garten in einem Tal in Warrawong gegründet – das Grundstück gehörte zur angrenzenden Schule, die auf der Suche nach einer sinnvollen Verwertung der Fläche war. Die bereits bestehende Organisation Green Connect dagegen suchte ein Garten Konzept, um Flüchtlinge zu beschäftigen. Schnell waren ein paar Freiwillige gefunden, die den Garten, der in einem trichterförmigen Tal gelegen ist, auf die Beine stellen wollten.

Das Design richtete sich nach Permakulturprinzipien: Schilf als Windbrecher (und Mulchschnitt) und lokale Wildpflanzen als Biodiversitätsgürtel in den Aussenbereichen, der darauffolgende Gürtel enthält mehrjährige Pflanzen wie Obstbäume, dann folgen Gemüsebeete (rund 3 acres) und in der Mitte – dem tiefsten Punkt – befinden sich wieder lokale Wildpflanzen.

So verfügt die Farm über 5 verschiedene Gemüse-Parzellen mit bis zu 12 Meter langen sehr dicht bepflanzten Beeten, in denen eine monatliche Rotation getätigt wird: Nacheinander werden die Parzellen komplett abgeerntet und neu bepflanzt nach folgenden Kriterien:

1. Blattgemüse

2. Starkzehrer (nachdem Hühner- und Kuhdung aufgetragen wurden) v.a. Brassicacae im Winter

3. Starkzehrer (nachdem Hühner- und Kuhdung aufgetragen wurden)  v.a. Gurken, Zucchini, Squash im Sommer

4. Pflanzen der Aliumfamilie und Wurzelgemüse

5. Leguminosen (Erbsen und Bohnen, Buchweizen…)

60 Prozent der Pflanzen werden als Setztlinge eingekauft und 40 Prozent (https://greenharvest.com.au/) werden selbst ausgesät. Rund 5.000 Australian Dollars (3.000 Euros) erwirtschaftet Green Connect wöchentlich mit seinem Gemüse: Das Verkaufssystem sind dabei vor allem Boxen – Mittwochs und Donnerstags wird geerntet  wahlweise grosse und kleine Gemüse- Obst- oder gemischte Boxen für rund 100 Personen vorbereitet, die auf der Farm abgeholt oder geliefert werden können. Zudem wird Gemüse an Restaurants verkauft… Neuerdings werden auch Schweine verkauft, dazu kommen sollen Schafe und Hühner und ihre Eier. Eingekauft werden nur Kartoffeln und Zwiebeln.

Zum Einsatz kommen die Tiere auch auf der Farm selbst: Auf wechselnden, eingepferchten Arealen sollen Schweine und Schafe, Unkraut fressen und im Boden wühlen und diesen düngen… Dazu liefern sie Mist, und als Schlachttiere eben auch irgendwann Proteine. Auch über Bienen verfügt die Farm.

Green Connect produziert biologische Lebensmittel – auch wenn die Farm nicht zertifiziert ist. Gerne würde Cal Champagne noch mehr Gemüse verkaufen und auch Flüchtlinge einstellen – jedoch sei es schwer die Barbecue liebenden Australier davon zu überzeugen. Kurse für Kinder und Jugendliche sowie  Besichtigungen ergänzen finanziell das Angebot. Auch wird die Farm projektbezogen staatlich unterstützt.

Das Wasser war bisher umsonst und zu Einsatz kamen vorwiegend Beregner. Die Beete sind rund 60 cm breit und sehr dicht bepflanzt – auch in Mischkulturen, um Unkräuter abzuhalten.

Ernten von Zucchinis, Squash und Tomaten (Buschtomaten im Freien), von Möhren und Aufbereiten/Waschen im Feld.

Einzäunen der Schweine mit Sonnennenbetriebenem Elektrozaum auf neuem Areal.

Gemüseboxen falten und verschiedene Bestellungen mit lokal gewachsenem Gemüse (Karotten, Mangold, Tomaten, Schnittsalat, Zucchinis, Gurken, Radieschen…) und zugekauften Produkten v.a. Obst (Zwiebeln, Karzoffeln, Bananen, Pfirsichen, Kirschen) zusammenstellen…. Die Kunden erhalten persönliche Neuigkeiten von GreenConnect mit einem Rezept

Vorbereiten der Beete: Mit Hacken von Unkraut befreien, rechen, aussäen, bewässern….

Verwöhnen lassen von einer Mitarbeiterin aus Myanmar.

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