Zwischen Bäumen und Farnen

Ein weiteres Highlight der Rotorua Gegend ist der Whakarewarewa Wald, beeindruckend vor allem wegen seiner Redwood-Riesen, die hier vor einem Jahrhundert gepflanzt wurden.

Das rund 5.600 Hektar grosse Waldstück – von dem auch immer mehr Holz „geerntet“ wird – bietet sich für Mountainbike-Liebhaber an sowie für Spaziergänger. So gehört der Wald mit zu den ältestesten exotischen Wäldern Neuseelands mit rund 170 verschiedenen Baumarten, die ab 1900 gepflanzt wurden wie z.B. „Patula Pine (1941), Tasmanian Blackwood (1906), Douglas Fir (1905), Australian Eucalypts (1903), Tasmania Oak (1900), European Larch (1901), English Walnut (1903), Japanese Cedar (1913), Mexican Cypress (1969), Oriental Plane Tree (1902), Silver Wattle (1924) and various Acacias (1940) survived, along with the Californian Redwoods (1901).“

Beeindruckend sind neben den übrig gebliebenen Redwood Riesen (auch Mammutbäume genannt), die Vielzahl an Farnen.

Rund 200 verschiedene Arten gibt es in Neuseeland. Sie sind sehr anpassungsfähig an ihr Umfeld… z.B. der Kiokio-Farn oder der Wheki-Farn, der in grossen Massen in den Redwoods wächst. Letzterer ist denn auch eine Art Farn-baum, den die Maori früher als Baumaterial nutzten.

Dann ist da noch der Ponga oder „Silver Tree Fern“, der dem vorherigen Farn ähnelt – allerdings eine silbrige Blattunterseite hat. Diese Farnart hat sich sogar neben der Kiwifrucht zum Nationalsymbol Neuseelands gemausert… Die haarigen Stämme dieser Farne können bis zu 10 Meter hoch wachsen. Auch hier wuren die Stämme früher zum Bauen verwendet und die silbrige Blattunterseite diente den Maori bei Nacht als Wegweiser. 1888 wurde das Farnblatt in Neuseeland zum ersten Mal als Nationalsymbol im Rugby verwendet, später wählte die Neuseeländische Rugby Football Union das schwarze Shirt mit dem Silberfarn zu ihrem offiziellen Trikot.

Zum Symbol hat es die Pflanze vor allem deshalb geschafft, da sie über immer wieder nachwachsende Blätter verfügt, ihre Kraft also nicht so schnell versiegt. Kein Wunder, dass der Farn auch im ersten und zweiten Weltkrieg von den neuseeländischen Soldaten als Zeichen getragen wurde. Noch heute haben unzählige Firmen den Farn oder einen Koru (sich entrollendes Farnblatt) als Logo und er findet sich mittlerweile auf Banknoten, Briefmarken und dem neuseeländischen Pass. So sollte gar eine Flagge mit Silberfarn, den Union Jack ablösen, doch das Volk stimmte in einer Befragung 2016 dagegen.

Aber auch im Milchschaum des „Flat White“ taucht er auf….

 

Am spektakulärsten unter den Farnen ist der Mamaku oder „Black Tree Fern“: Er kann bis zu 20 Meter hoch wachsen und wurde früher von den Maoris als Lebensmittel und Medizin benutzt.

Bei einem Spaziergang durch die Redwoods sind es wie immer die Zikaden, die den Ton angeben….

 

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