Church to go

Cardboard Cathedral“ oder Papp-Kathedrale wird sie genannt, obwohl ihr Bau letztlich wenig aus Pappe ist rsp sie recht teuer mit Stahlträgern gestützt werden musste und die hohen Unterhaltskosten letztlich auch für viele Kontroversen gesorgt haben. Die A-förmige Kathedrale, rund 20 Meter hoch, umfasst 86 Papprohre (jedes einzelne wiegt 500 kg) in der Dachkonstruktion, die mit einem thermoplastischen Kunststoff überzogen ist…

Diese „Papp-Kathedrale“ wurde kurz nach dem fatalen Erdbeben in Christchurch 2013 als provisorische Kirche errichtet – da die eigentliche Stein-Kathedrale im Erdbeben ernsthaft zerstört wurde und noch heute ein Politikum darstellt, ob sie abgerissen, aufgebaut oder als Mahnmal (z.B. Gedenkkirche in Berlin) erhalten bleiben soll.

Die „Cardboard Kathedrale“ wurde denn auch nicht von irgendeinem Architekten errichtet, sondern vom Japaner Shigeru Ban, der als „Katastrophen Architekt“ bekannt ist. In seinem Werk verbindet Ban die traditionelle japanische Bauweise mit moderner Architektur. Bekannt ist er vor allem für seine Konstruktionen mit Kartonröhren. 1995 gründete Ban das Voluntary Architects’ Network, eine NGO mit dem Ziel der Organisation von Katastrophenhilfe auf dem Gebiet der Konstruktion. Aus dieser Initiative resultierten papiergestützte Häuser, Brücken, Schulen, Konzerthallen und Museen. Auch in unseren Breitengraden ist Shigeru Ban kein Unbekannter – immerhin hat er das Pompidou in Metz entwickelt.

 

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