Kaikoura – Paradies im Aufbau

Kaikoura ist ein kleines Städtchen mit rund 2.200 Bewohnern an der östlichen Küste der Südinsel gelegen. Hauptattraktion von Kaikoura ist vor allem seine schöne Landschaft, da das Städtchen zwischen den (z.T. schneebedeckten) Bergen und der Küste gelegen ist und ein reiches Meeresleben von Seelöwen, Delfinen bis hin zu Walen aufweisen kann. Hauptwirtschaftszweig von Kaikoura ist mittlerweile der Tourismus (19.5%), die Landwirtschaft (Schaf- und Wildhaltung), Forstwirtschaft und Fischerei (17.7%), gefolgt vom Einzwelhandel (11.5%).

Schon auf dem Hinweg nach Kaikoura ist die Katastrophe noch immer – nach fast 3 Jahren – nicht zu übersehen: Die Küstenstrasse ist nach wie vor über zig Kilometer eine einzige Baustelle.

Verursacht wurde der schlechte Strassenzustand nicht durch eine träge Strassenwartung, sondern durch die Erdbeben von 2016 – wobei das letzte mit einer Stärke von 7,8 zu den stärksten je gemessenen Erdbeben auf der Richterskala zählt. Das Erdbeben das mit aller Wucht kurz vor Mitternacht zuschlug und auch einen Tsunami von einigen Metern erzeugte, führte zum Tod von zwei Menschen und verursachte ansonsten vor allem Sachschaden.

Das kleine Küstenstädtchen war durch die Schäden des Erdbebens während Wochen komplett von der Aussenwelt abgeschottet, da alle Strassen kaputt und die Zuggleise zerstört waren. Für viele Geschäfte, Gastronomieinhaber bedeutete das das Ende, da sie während Wochen nicht nur mit dem Aufbau beschäftigt waren, sondern auch keine Kunden empfangen konnten, die vorhandenen Waren so verrotteten und keine Einnahmen generiert werden konnten. So sind noch immer einige Geschäfte in Kaikoura, geschlossen oder baufällig.

Viele Betroffene sind heute noch von den Ereignissen traumatisiert. Ein Bewohner erzählt mir, dass sein Haus durch de Erderschütterungen ein Meter in die Höhe geflogen ist und zwei zur Seite und das binnen Sekunden… Seither habe er auch immer eine bedeutende Menge Geld bei sich, da es im Notfall kein Bankzugang gäbe.

Aber es gibt auch die Erfolgsgeschichten nach der Katastrophe – wie zum Beispiel, die Käserei von Daniel Jenkins (https://kaikouracheese.vendecommerce.com/), dem der Aufbau nach der Katastrophe dank vieler Hände geglückt ist. So konnte ich bei ihm nicht nur seine erstklassigen Käsesorten probieren, sondern auch bei der Zubereitung mithelfen…

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