Villa Kunterbunt

Akaroa ist ein kleines Städtchen auf der Banks Halbinsel, rund 85 km hinter Christchurch gelegen. Das was diesen Ort so besonders macht, sind nicht nur seine schönen Buchten und mit Blumen bewachsenen Holzhäuschen, sondern auch seine Geschichte. So ist es eine der wenigen Anlegestellen, an der Franzosen im 19. Jahrhundert versuchten Fuss zu fassen: 1838 erwarb Kapitain Jean Francois Langlois Land von den Maori in der „greater Banks Peninsula“.

Nach seiner Europa Rückreise versuchte er französische Einwohner für eine Umsiedlung nach Neuseeland zu begeistern. 1840 verliessen rund 63 Emigranten Frankreich in Richtung Neuseeland auf dem Schiff „Comte de Paris“. Zwischenzeitlich hatten die Engländer versucht sich die „Banks Peninsula“ unter den Nagel zu reissen… Fortan sollten die neuen Siedler vor allem in der Fischerei u.a. dem Walfang ein Einkommen finden. Noch heute versucht das Städtchen mit ihrer französischen Vergangenheit Geschäfte zu machen – so heissen die Strassennamen heute noch „Rue“, natürlich gibt es auch einen französischen Bäcker, der sehr gute Baguettes verkauft – eine Freude nach all dem neuseeländischen weissen Toastbrot.

Eine bekannte – zumindest extravagante – Einwohnerin hat die Stadt auch zu bieten, nämlich die Mosaikkünstlerin Josie Martin.

„The Giants-House“ (http://thegiantshouse.co.nz/) nennt sich die Villa Kunterbunt inmitten eines üppig gestalteten Phantasiegartens, das Zuhause der Farbenfrohen Künstlerin und ausgebildeten Gemüsegärtnerin Josie Martin. So führen verschlungene Wege einen Hang entlang, bepflanzt mit bunten Stauden, Obstbäumen aber auch Gemüsepflanzen… Die Wege selbst sind mit bunten Mosaikmotiven ausgelegt und rechts und links befinden sich die naiven, lebensfrohen menschlichen oder tierischen Figuren der Josie Martin.

Ein kleines Café unter freiem Himmel zelebriert ebenso die Lebensfreude – hier erhält der Gast mit Blumen verzierte Heissgetränke und Süssspeisen…

Aber nicht nur im Aussenbereich hat sich die Künstlerin ausgetobt – und beweist durchaus Eigensinn bei ihren bunt bemalten Vasen und Toninstallationen.

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