Cats and Owls

 

11 Katzen zählt dieses Etablissement – von Lang- bis Kurzhaar…

Unscheinbar sind sie z.T. von aussen die sogenannten „Pet-Cafés“. Geschaffen wurden sie zum Wohle des Menschen.

Das erste Katzencafé wurde im Jahr 1998 in Taiwan eröffnet .. seitdem haben sie sich rasant verbreitet und sind mittlerweile mit allen möglichen Tierarten bestückt wie z.B: Igeln oder auch andere aus Tierrechtsgesichtspunkten weit bedenklicheren Beispielen..

Auch in Tokyo sind solche Cafés mittlerweile leider keine Seltenheit. Einerseits liegt ihr Erfolg darin, dass viele Japaner in sehr kleinen Wohnungen leben, in denen keine Haustiere erlaubt sind, sodass die Katzencafés ein beliebter Zufluchtsort für Japaner sind, die sich nach Gesellschaft und Geselligkeit sehnen. Die Tiere sollen bei der Stressregulierung in den modernen Leistungsgesellschaften helfen. Auch in Europa, z.B. Deutschland gibt es mittlerweile solche Katzencafés, wobei Auflagen einzuhalten sind, die weder die Lebensmittelhygiene noch das „Tierwohl“ gefährden. So müssen die Katzen unter anderem einen auch zur Öffnungszeiten des Cafés erreichbaren geschützten Raum haben, in den sie sich bei Bedarf zurückziehen können…

Was letzten Punkt anbelangt bin ich mir nicht sicher, inwiefern er auch in Japan existiert. Auf jeden Fall gibt es einige Regeln. Beim Betreten des Cafés werden Hände desinfiziert, und man wird an seinen Tisch verwiesen… Die erste Stunde Anwesenheit ist gratis – anschliessend steigen die Kosten rasant. Erwartet wird, dass man Gestränke konsumiert und den Nachbarn nicht stört. Das Tierrecht besteht darin, dass schlafende Katzen nicht weckt und man keine Katzen zu Streicheldiensten zwingen sollte.. Spielmaterial steht bereit und Futter kann erworben werden… Eine Menukarte informiert über Alter und Backround jeder einzelnen Katze…

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Ueber ein anderes Pet-café bin ich förmlich gestolpert. Hier bezahlt man Eintritt – sozusagen für den „Tierzoo, um die Tiere zu füttern“ – und muss am Eingang eine Bescheinigung unterschreiben, dass man aus Tierrechtsbedenken keine rechtlichen Schritte gegen das Unternehmen einleitet.

Was sich in dem rund 9 mal 6 Meter (?) grossen ZIMMER (!!) – kein Freigehege – befindet, ist jedoch mehr als bedenklich. Rund 30 (!) Eulen verschiedenster Grössen, ein Cockatoo, ja Flamingos – ich dachte ich trau meinen Augen nicht – ein Capybara, das verloren im Zimmer herumsteht, ein paar Wüstenfüchste, Erdmännchen und ein Affe, der schon Verhaltensstörungen aufweist, Fische zählen zum Inventar.

Die Tiere haben kaum Platz, um sich zu regen, keinen Rückzugsbereich, keine natürliche Umgebung und „der Kunstzoo“ ist einer ewigen Dauerbeschallung ausgesetzt, ähnlich dem Gedöns, das sich auch in den asiatischen Supermärkten befindet, einem unangemessenen Licht und Tierbesuchern, die die Tiere ungestört begrapschen können.

Ich hoffe, dass der Tierschutz auch in Japan neue Dimensionen erreicht und solche Etablissements verboten werden.

 

 

 

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