Asakusa: Tempel und Geschäfte

Asakusa gehört mit zu jenen wenigen Stadtteilen in Tokyo, die ihre Identität mehr oder weniger bewahrt haben…

Während der Edo-Zeit (1603-1867) lag das Viertel Asakusa noch außerhalb der Stadtgrenzen und war vor allem für seine Kabuki-Theater, Rakugo-Theater und als Rotlichtbezirk bekannt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Viertel bei Luftangriffen zu weiten Teilen zerstört und verlor an Popularität… Durch die Instandsetzung der Tempelanlage und durch die Eröffnung des 634 Meter hohen Tokyo Skytree, nur 20 Gehminuten entfernt, auf der anderen Seite des Flusses Sumida, wurden wieder verstärkt Touristen nach Asakusa gelockt.

Bekannt ist der Stadtteil vor allem durch den Tempel Senso-ji, einer der bedeutensten buddhistischen Tempel von Tokyo. Der ursprüngliche Tempel wurde im 7. Jahrhundert errichtet – bei den aktuellen Gebäuden handelt es sich um Rekonstruktionen aus der Nachkriegszeit.

Das Kaminarimon ist das erste von zwei großen Eingangstoren zum Sensoji-Tempel. Am Kaminarimon Tor hängt eine riesige rote japanische Laterne. Abgehend vom Kaminarimon-Tor befindet sich eine der ältesten Einkaufsstraßen Tokyos: Die Einkaufsstraße Nakamise zieht sich auf einer Länge von ca. 250 Metern vom Kaminarimon Tor bis zum Hauptgelände des Senso-ji-Tempels. Sie wird von über 50 Geschäften gesäumt, in der Tempelbesucher seit Jahrhunderten mit verschiedenen traditionellen Imbissen und Touristen-Souvenirs versorgt werden. Flankiert wird diese von überdachten Einkaufspassagen… An einem weiteren Tor vor dem Tempel hängen zwei riesige Sandalen, die Buddha zugeschrieben werden.

Schön sind in der Frühe vor dem Eröffnen der Läden die bunt, mit klassischen Motiven, bemalten Geschäftsrolläden.

Gerade jetzt zur Kirschblütenzeit erfährt die Tempelanlage wieder einen regen Zulauf, das wegen ihrer beschaulichen Gartenanlage mit blühenden Kirschbäumen. Beeindruckend ist wie fürsorglich die Japaner sich um jeden Baum bemühen, ihn stützen und festbinden. Sogar kranke/alte Bäume, die in Europa längst der Motorsäge zum Opfer gefallen wären, werden hier erhalten – bis das letze Grün aus dem Holz weicht…

Und viele Japaner sind sehr abergläubisch: Sie nutzen ihren Besuch zur Tempelanlage auch, um gegen einen kleinen finanziellen Beitrag Lose zu ziehen, die das eigene Schicksal vorraussagen… Falls die Vorhersagen schlecht sind, kann das schlechte Los einfach vor Ort belassen werden. Es zählt sozusagen nur die gute Vorhersage ..

Der shintoistische Asakusa-Schrein ist einer der wenigen Tempel der in der Edo-Zeit errichtet wurde und die die Luftangriffe im Jahr 1945 unbeschadet überstanden hat. Flankiert wird er von den typischen Löwenhunden, von denen einer das Maul offen hat und der andere nicht. Dort finden tagtäglich japanische Hochzeiten statt…

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