Mochi

„Nëmmen echt, wann et pecht.“

Mochi, ist DER traditionelle Reiskuchen, der nicht nur zu Neujahr ganz gerne gegessen wird, sondern auch das ganze Jahr über. Er besteht aus „Mochi-gome“, einem glutenhaltigen, kurzen Reiskorn.

Die Tradition des Mochi stammt wohl aus China. Sie fanden jedoch recht früh Einzug in Japan – so etwa kommen sie in den „Geschichten vom Prinzen Genji“ vor, einem der ersen psychologischen Romane der japanischen Literaturgeschichte, der der Hofdame Murasaki Shikibu (ca 978-1014) zugeschrieben wird.

Dieser Reis wird zunächst gedämpft und dann gemahlen. Traditionell passierte das in Holzbottichen, indem er mit Holzstösseln kräftig geschlagen wurde, wobei ein Helfer nach jedem Schlag den Reisklumpen wendet. Heute übernehmen vorwiegend Maschinen diesen Schritt.

Zu Neujahr werden die einfachen Reiskuchen zu einer Suppe (Zoni) gegeben – und die Dinger sind echt klebrig und zäh. Weshalb es an diesem Tag gerne auch zu Erstickungsfällen kommt. Dabei steht Mochi eigentlich für langes Leben und Wohlergehen.

Gesund sind Mochi etwa in der Kombination mit Seealgen. Insgesamt enthält Mochi wenig Fett und Cholesterol, es enthält z.B. Vitamine A, C..

Mochi wird jedoch nicht nur mit salzigen Speisen kombiniert, sondern auch als Konfekt hergestellt oder als Speiseeis, die dann jeweils wieder eigene Namen haben (eine Wissenschaft für sich!):

So etwa Daifuku ist ein runder Mochi gefüllt mit roter Erbsen Paste (Anko) oder weissen Erbsen Paste (Shiro an).

Kusa mochi ist ein grüner Mochi, dessen Inhaltsstoffe aus Yomogi, Extrakten der Beifuss-Pflanze (Artemisia princeps) hergestellt werden.

Originell sieht Warabi mochi aus. Die durchsichtigen, geleeartigen, klebrigen Kugeln haben an sich kaum Geschmack, erst durch das Bestreuen mit Kinako, einem süssen Sojabohnenmehl werden sie zum Nachtisch. Auch entgegen ihrem Namen bestehen diese Mochi nicht aus Reis – sondern wurgen aus einem Stärkeextrakt der jungen Spitzen des Adlerfarns, Wasser und Zucker hergestellt.

 

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