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In Japan befinden sich auch heute noch vor jedem Restaurant Modelle der zubereiteten Gerichte in einem Schaufenster, die entweder aus Plastik, Wachs oder Harz hergestellt wurden. In den späten 1920er Jahren, haben Kunsthandwerker und Kerzenmacher angefangen diese auf japanisch Shokuhin Sampuru genannten Modelle zu entwickeln, die das Bestellen der Speisen vereinfachen sollen, die damals in Japan nicht so üblich waren und um Kundschaft anzuziehen.

Wurden am Anfang noch Paraffin-Modelle genutzt, deren Farben jedoch mit der Zeit verblassten, wurde später auf Polyvinylchlorid zurückgegriffen, dessen Dauer nahezu unendlich ist. Auch heute noch sind die meisten Modelle handgemacht und werden zunehmend individueller in ihrem Design, da sich auch das Essverhalten geändert hat: Die Restaurants versuchen sich durch eigene Kreationen voneinander abzugrenzen, das Auge isst mit.

Die Modelle sind dabei durchaus nicht billig. Um eine ganze Speisekarte in Plastik Repliken nachzubilden, muss ein Restaurant schon um die 8.000 Euros hinblättern. Aufgrund der hohen Preise und da die Plastikrepliken ewig halten, sind die Herstellerfirmen mittlerweile in der Krise und versuchen neue Wirtschaftszweige zu ergründen… sei es indem Modelle als Kunstwerke dienen, zur Szenografie bei Film oder Theater oder der Werbung zum Einsatz kommen oder als Vorzeigemodelle für gesunde Ernährung dienen.

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