Sayounara Japan!

„The twisted way…“

Nach drei Monaten endet meine Reise in Japan, ein Land voller Widersprüche und Schönheiten …

Aufgefallen ist mir in der 35 Millionen Stadt Tokyo zuerst die „frische“ Luft, die weitaus besser ist als in vielen europäischen Hauptstädten: Die meisten Bewohner Tokyos benutzen die öffentlichen Verkehrsmittel und nehmen jeden Tag einige Kilometer Fussmarsch auf sich, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Japan ist sauber, sehr sauber. Keine Kippen, Klebebilder, Kaugummi oder Abfall im öffentlichen Raum. Soziale Probleme wie Obdachlosigkeit sieht man im öffentlichen Raum nicht. Es gibt keine Alkoholiker oder Drogenabhängige, die an den Bahnhöfen abhängen.

Trotz Kyoto-Protokoll scheint Klimawandel und Artenaussterben – obwohl viele Gemüsepflanzen mittlerweile aufgrund des Insektenmangels per Hand bestäubt werden – kein Thema zu sein. Auch der immense Gebrauch von Plastik ist erstaunlich: Bei jedem Supermarktbesuch, v.a. in den Stadtteilsupermärkten, die hier von der Marke Lawson und Seven/Eleven monopolisiert werden, erhält der Käufer meist bei jedem Einkauf Tüte, Feuchttücher, Esstäbchen .. Und auch jedes Lebensmittel ist mehrfach verpackt.

Die Essenskultur in Japan ist mundgerecht, es braucht kein Messer und die meisten Japaner ernähren sich von gekochten Lebensmitteln – Salate und frische Früchte sind nicht so sehr Teil der lokalen Gewohnheiten. Was es hier hingegen gibt und nicht in Europa sind Ananas-Mützen für die Katze.

Die Städte in Japan sind sehr ausgedehnt, die Besiedlung ist weit fortgeschritten. Dak Shinkansen, der im 10 Minutentakt ganz Japan duerchquert sind Distanzen schnell zu überwinden … Ein grosser Teil der Häuser steht leer, da die Bevölkerung am Schrumpfen ist. So gibt es noch viele traditionelle Häuser mit Tatamimatten und Schiebetüren … Die Wände sind durchlässig – in traditionellen japanischen Häusern gibt es wenig Privatsphäre. Dominant in den Städten und Dörfern sind eher gebrochene Farben grau, weiss, beige, braun… es gibt keine bunten Hausfassaden. Massiv wurde die letzten Jahre in Solaranlagen investiert…

Die Autos in Japan sind vorwiegend von kleinem Format, so auch die Kleinlaster (V.a. Hijet) – unbekannt in Japan ist der Kreisverkehr.

Auf Hochtouren laufen zurzeit die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele in Tokyo. Viele Hauptstädter sehen dem Event mit sehr viel Skeptizismus entgegen – und denken das Event hätte ausserhalb der Hauptstadt stattfinden sollen – es seien bereits zu viele Menschen in Tokyo. Vielleicht haben sie nicht unrecht… Immerhin wären auch in einem Notfall noch mehr Menschen zu evakuieren- so werden fast tagtäglich in Japan kleinere Erdbeben verzeichnet.

https://earthquaketrack.com/p/japan/recent

Die Japaner sind sehr abergläubisch – zumindest beim Kauf von Glücksbringern, die es für alle Lebenslagen gibt.

„Arigatou Gozaimazou“ Japan!

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