On Mission

Die „Purisima Mission“, zwischen Los Angeles und San Francisco gelegen, ist eine von mehr als 20 Missionen, die seit dem 18. Jahrhundert von San Diego bis nach San Fancisco an den Küsten Kaliforniens errichtet wurden. Der wesentliche Grund für die Errichtung solcher Missionen war, die eigene Machtposition zu sichern und auszubauen – denn zu jener Zeit besassen vor allem die Spanier und Russen Niederlassungen in Kalifornien.

Die ansässigen indigenen Völker, die auf diesem Territorium seit hunderten von Jahren lebten, sollten zudem mit Hilfe des Katholizismus „einverleibt“ werden und sie sollten die spanische Sprache lernen sowie zu willigen Arbeitssklaven auf den lokalen Farmen und Produktionsstätten werden. Die damals noch spanische Regierung nutzte das Missions-System, um das neue Reich zu kolonisieren.

Ein weiterer Beweggrund der Missionen war wirtschaftlicher Natur, um das Otterfell der am Meer lebenden Tiere zu gewinnen, das damals sehr begehrt war und teuer gehandelt wurde.

Hinter den Missionaren steckten Jesuiten, Franziskaner und Dominikaner, die in ganz Kalifornien das Missionswesen ausbreiteten. Ursprünglich sollte der Kirche das umliegende Land nur zehn Jahre zur Verfügung stehen, ehe es der lokalen Bevölkerung wieder übergeben werden sollte – doch dieser Vorsatz wurde kaum umgesetzt. In einigen Landesteilen regierte die Kirche bis zu 130 Jahren.

Das Tragische an dem Unterfangen waren nicht nur die Konsequenzen der Missionierung und Unterdrückung, sondern auch dass sehr viele Menschen der indigenen Bevölkerungsgruppen aufgrund der eingeschleppten Krankheiten gegen die sie nicht immun waren, starben. Dadurch dass diese Bevölkerungsgruppen so dezimiert wurden, verloren sie auch vielerorts ihre Kultur. Auch importierten die Spanier die europäischen Methoden des Ackerbaus und der Viehzucht und veränderten so drastisch die Umwelt und die Diät der Ureinwohner.

Der damalige fast 1.000 km lange Camino Real verband die einzelnen Missionen miteinander und war zugleich Handelsweg – er ist heute Teil des Highways.

Die ab 1900 erneuerte „La Purisima Mission“ wurde ursprünglich 1787 gegründet als Teil der grossen Vision Spaniens Alta California zu kolonisieren. Um 1804 lebten und arbeiteten mehr als 1.500 Menschen auf dem Land der Mission. Das Gebäude der „Purisima Mission“ umfasst denn auch zwei grosse Kirchenräume die Aufenthaltsräume der Priester sowie der Soldaten, die Wirtschaftsräume der Küche, Lagerräume, eine Müllerei, eine Lederwerkstatt, eine Kerzengiesserei, Holz- und Schmiedewerkstätten sowie eine Weberei. Daneben wurde auf der Mission Viehhaltung und Ackerbau betrieben sowie ein Kräutergarten angelegt. Die Mission war  quasi autark. Auch betrieb sie Handel mit Fleisch, Wolle und Talg. Um 1821 sollen rund 24.000 Haustiere um die Mission gegrast haben.. Ihre Hufe zertrampelten einheimische Pflanzen und verschmutzen natürliche Quellen. Immer abhängiger von der Mission wurden die ansässigen indigenen Völker, die sich Chumash nannten – so dass sie sich gezwungen sahen, der Mission anzuschliessen und dort zu arbeiten.

Schon 1844 waren drei Viertel der um La Purisma Mission ansässigen indigenen Völker gestorben.

 

 

 

 

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