San Francisco

Benannt ist San Francisco nach den Franziskanern, deren Patron der heilige Franz von Assisi war, die hier wie überall längst der Küste im 18. Jahrhundert ihre Missionen aufgebaut haben. Nach und nach zogen immer mehr Kolonisten aus Mexiko in die Gegend und die lokalen indigenen Völker der Ohlone wurden konvertiert.

Nach der Unabhängigkeit Mexikos von Spanien, hiess die kleine Ansiedlung eine Zeit lang „Yerba Buena“.. Anfang 1848, nach dem mexikanisch-amerikanischen Krieg, der durch die Belagerung Texas ausgelöst wurde, fiel ein grosser Teil Kaliforniens an die Amerikaner…

Vor allem durch die Entdeckung von Gold sollte San Francisco in den Folgejahren eine rasante Entwicklung erfahren. San Francisco als „Golden Gate“ war geboren als Gold gefunden wurde und die Stadt als Eingangspforte zu jenen Regionen galt  .. dies führte zu einem enormen Bevölkerungswachstum von 400 auf 25.000 Einwohnern in den Jahren 1849 und 1851. Vorangetrieben wird diese Entwicklung noch durch den Bau der Zugstrecke bis nach Sakramento.

1869 werden die pazifische und atlantische Küste per Zug miteinander verbunden; es braucht nur noch 6 Reisetage statt 2 Monate von einer Seite zur anderen. Die vielen chinesischen Immigranten die stark am Bau der Eisenbahn beteiligt waren, lassen sich in San Francisco nieder und gründen ihren eigenen Stadtteil – Chinatown, den es auch heute noch gibt – sie sehen sich allerdings vielen Diskriminierungen gegenüber.

„Wells Fargo“ eine Firma, die für den Transport und die Verschiffung von Gütern und Menschen zuständig war und später in den ersten Kommunikationsmedien und dem Bankenwesen aktiv sein sollten, verstärkte die Entwicklung der Stadt. Die ersten „cable cars“ fuhren um 1887. Im Stadtteil Nobb Hill sollten sich fortan die ersten Eisenbahnmagnaten niederlassen und grossartige Villen errichten.

Dieser ganze Ausbau hinterlässt auch negative Spuren –  so in der Ueberfischung, es kommt zu einer Pestepidemie und am 18. April 1906 wird die Stadt von einem fatalen Erdbeben heimgesucht – rund 8 Prozent der Stadt werden Opfer der Flammen.

„If you’re going to San Francisco, be sure to wear some flowers in your hair“, das Lied von Scott Mac Kenzie – passend zu San Francisco der 1960er/70er Jahre – als sie zur Symbolstadt der Befreiung für die Hippies wurde. 1963 nahm eine gewisse Joan Baez das Mikro auf dem Berkley Campus und tritt für die freie Meinungsaeusserung ein.

Ein Jahr später tritt der Meinungsbildner und grosse Freund von LSD Timothy Leary für die psychedelische Revolution ein – die Studenten nehmen ihn beim Wort und taufen ihre Uni Trip City..

Dadurch dass andere Anhänger wie Grateful Dead, Jefferson Airplane, Janis Joplin in der Stadt lebten, gewann die Hippiebewegung an Fahrt. Die Runaways fliehen das reaktionäre Amerika um die Freiheit zu geniessen, die die Stadt zu versprechen scheint. 1966 bekam die Bewegung erstmals in der Zeitung Rolling Stone, die in San Francisco herausgebracht wurde, ihren Namen. Der Stadtteil Haight-Ashbury – auch Hashbury genannt, in dem sich billige Wohnungen befanden wird zur Hochburg. Tür an Tür leben hier Grössen wie Jimi Hendrix, Janis Joplin .. etc.. Der Summer of love zieht mehr als tausende von jungen Leuten zu einem Musikfestival nach Monterey..

Obwohl LSD verboten wurde in San Francisco findet es sich immer – trotz des reakionären Senators Ronald Reagan. Woodstock markiert den Hoehepunkt des Summer of love – aber auch Ernuechterung macht sich breit .. grosse Ikonen wie Janis Joplin oder Jimi Hendrix sterben aufgrund der Drogen.

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San Francisco eine der Städte in denen es die meisten Obdachlosen gibt – rund 7000 sollen es sein. Am Ursprung dieser Situtation soll auch ein gewisser Ronald Reagan stehen, der Ende der 1970er Jahre, Einsparungen im Staatsbudget machte. Es wurden Institutionen geschlossen, die sich mit psychisch Kranken befassten, darunter einige Kriegsveteranen, die vomVietnamkrieg traumatisiert waren sowie viele Obdachlosenheime. Seit 2000 hat sich die situation entspannt dank grosser Programme gegen Armut. Jedoch seit der ökonomischen Krise und der konstanten Steigerung der Mietpreise hat die Situation letztlich nicht veressert- und verstärkt wurden auch Gesetze, die z.B. das Zelten von Obdachlosen verboten …

Charakteristisch für San Francisco ist der sogenannte „Fog“, der durch das Zusammentreffen der kühlen Meeresluft des Pazifiks mit den heissen Landmassen des Inlandes entsteht.

 

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