Feijão-Guandu

Er scheint ein Star unter den lokalen „Bohnen/Erbsen“ in Brasilien – zumindest bei der ländlichen Bevölkerung: Feijão-Guandu. Das was die Pflanze so interessant macht, ist dass sie mehjährig ist und zudem mehrere Ernten im Jahr produzieren kann.

Guandu heisst im englischen auch „pigeon pea“, auf deutsch Strauchererbse (Cajanus cajan), und gehört zur Familie der Fabaceae. Seit die Pflanze in Indien vor rund 3.500 Jahren als Kulturpflanze angebaut wurde, hat sie sich rasant ausgebreitet und findet sich mittlerweile auch in Afrika und Süd-Amerika. Beliebt ist die Feijão-Guandu lokal nicht nur als schmackhafte Proteinquelle, – sie erinnern an süsse Erbsen – es kann damit auch „medizinischer Kaffee“ hergestellt werden.

Die Straucherbse ist ein aufrecht wachsender Strauch, der Wuchshöhen von meist 1,5 bis 3 Meter erreicht. Die Blüten sind gelb-rot. Die Hülsenfrüchte sind strohfarben, falls sie getrocknet sind, und oft grün-violett im halbreifen Zustand. Die Samen sind cremefarben, braun, grün oder rötlich-pink.

Die Guandu Pflanze hat sich mittlerweile vielen Klimazonen angepasst, wobei sie warmes und feuchtes Klima bevorzugt. Die Pflanze wurzelt tief und besteht auch in halb trockenen Klimazonen, wobei sie jedoch mit einer regelmässigen Bewässerung mehr produziert. Auch wird sie gerne angebaut, um als Kreuzblütler dem Boden Stickstoff zuzuführen.

Geerntet wird die Bohnenschote nach wie vor per Hand – so auch beim Herauspulen der Erbsen. Noch ist die Feijão-Guandu auf enigen kleineren brasilianischen Feldern zu finden, hoffentlich auch in Zukunft. Sie stellt eine wichtige, erhaltenswerte Kulturpflanze dar.

Auch Schlangen mögen den Strauch.

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